Mögliche Hausmittel gegen Schnarchen
Honig: Honig hat auch entzündungshemmende Eigenschaften, die die Entspannung der Rachenmuskulatur und Entzündungen, die das Schnarchen verursachen können, fördern. Ein Teelöffel Honig in einer Tasse heißem Tee oder Wasser vor dem Schlafengehen kann helfen, die Atemwege zu beruhigen und das Schnarchen zu stoppen.
Pfefferminzöl: Pfefferminzöl hat die Fähigkeit, verstopfte Nasen zu klären und die Atemwege zu öffnen. Wenn eine kleine Menge Pfefferminzöl in ein Glas Wasser gegeben und dann gegurgelt wird, kann der Patient auch das Brennen in der Nase und im Hals lindern. Die abschwellende und kühlende Wirkung des Pfefferminzöls löst im Allgemeinen die Verstopfung.
Schlafposition ändern: Das Schlafen auf dem Rücken kann dazu führen, dass die Zunge und das Gaumengewebe sich zurückziehen und die Atemwege blockieren. Ein einfacher Weg, das zu verhindern, ist das Annähen eines Tennisballs an die Rückseite eines Schlafanzugs. Das verhindert, dass der Patient auf seinen Rücken kugelt, während er schläft, und zwingt ihn, auf seiner Seite zu schlafen, was das Schnarchen verringert.
Luftbefeuchter: Trockene Luft allein kann die Atemwege reizen und daher Schnarchen verursachen. Ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer kann dazu beitragen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und die Schleimhäute zu beruhigen. Es wird das Austrocknen der Atemwege verhindern und daher sowohl das Reizen als auch das Schnarchen reduzieren.
Kräutertees: Kräutertees wie Kamille und Lavendel haben sich als beruhigend und medizinisch wirksam erwiesen. Solche Tees haben auch die Fähigkeit, die Rachenmuskeln zu beruhigen und einen erholsamen Schlaf zu fördern. Ein entspannter Körper und Geist helfen, die Atemwege frei von Staus zu halten und das Schnarchen zu verhindern.
Schnarchen bei Frauen Schnarchen und Schlafapnoesyndrom bei Frauen
Frauen haben im Allgemeinen kleinere Atemwege als Männer, wodurch eine Verengung oder ein Verschluss der Atemwege bei ihnen oft schwerwiegendere Auswirkungen hat. Diese anatomischen Unterschiede führen dazu, dass Frauen selbst bei geringeren Engstellen zu Schnarchen neigen – insbesondere, wenn zusätzliche Faktoren wie Allergien oder Nasenverstopfungen hinzukommen.
Das Schnarchen bei Frauen wird zwar durch viele der gleichen Ursachen ausgelöst wie bei Männern, doch spielen bei Frauen auch spezifische Einflüsse eine Rolle. Hormonelle Veränderungen und bestimmte Lebensphasen – etwa Schwangerschaft, Wechseljahre oder hormonelle Schwankungen während des Zyklus – können das Risiko für Schnarchen zusätzlich erhöhen. So entsteht eine Kombination aus anatomischen und hormonellen Faktoren, die dazu führt, dass Frauen häufiger und oft unterschätzt von Schnarchproblemen betroffen sind.

Hormonelle Veränderungen
Schwangerschaft: Die Frau erlebt während der Schwangerschaft eine signifikante hormonelle Umstellung, bei der verschiedene physiologische Prozesse durchlaufen werden. Ein gesteigerter Progesteronspiegel kann das Atmungssystem beeinflussen und auch die Erschlaffung der Rachenmuskulatur fördern, was das Schnarchen begünstigt.
Menopause: Die Atemwegsmuskeln können mit den Wechseljahren erschlaffen, in denen der Östrogenspiegel sinkt. Frauen legen normalerweise in den Wechseljahren an Gewicht zu. Hormonelle Schwankungen können zudem die Schleimhäute in den Atemwegen beeinflussen, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Schnarchen führt.
Behandlungsmöglichkeiten für Frauen
Spezielle Kissen: Anti-Schnarch-Kissen sind so konstruiert, dass sie die Ausrichtung von Kopf und Nacken unterstützen und somit den Atemweg frei halten.
Nasenpflaster: Nasenpflaster können helfen, durch Öffnen der Nasenlöcher die Atmung durch die Nase zu unterstützen.
Lebensstiländerungen: Schnarchen kann durch das Management des Gewichts, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung verringert werden.
Hormontherapie: Eine Hormonersatztherapie kann zur Linderung der Wechseljahresbeschwerden und zur Reduzierung des Schnarchens beitragen (nur auf ärztliche Anweisung).
Schnarchen bei Männern
Männer neigen dazu, mehr zu schnarchen aufgrund ihrer Anatomie und ihres Körpergewichts. Hier sind einige spezifische Tipps, die Männern helfen können, das Schnarchen zu reduzieren:
Gewichtsreduktion
Alkohol vermeiden
Rauchen aufgeben
Schlafposition ändern
Nasale Dekongestiva
Luftbefeuchter verwenden
Schnarchen & Schlafapnoesyndrom – zu welchem Arzt?
Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO): Abklärung anatomischer Ursachen der Atemwegsverengung.
Schlafmediziner: Diagnostik des Schlafapnoesyndroms (z. B. Schlaflabor) und Einleitung einer CPAP-Therapie.
MKG-Chirurgen & Schlafzahnärzte: Anfertigung von Schnarch- und Schlafapnoeschienen sowie operative Therapieoptionen.
Schnarchen ist weit verbreitet und kann harmlos sein – oder ein Warnsignal für ein Schlafapnoesyndrom. Entscheidend ist eine frühzeitige Abklärung, um Schlafqualität, Gesundheit und Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Frauen und Männer haben unterschiedliche Ursachen und mögliche Behandlungen. Wichtig ist, rechtzeitig einen Arzt zu konsultieren.

Weitere Informationen und Terminvereinbarung
Wir können Sie umfassend zu diesem Thema beraten und einen maßgeschneiderten Behandlungsplan erstellen. Schnarchen kann leicht behandelt werden, indem man den Lebensstil ändert, spezielle Anti-Schnarch-Geräte benutzt und einen Arzt konsultiert.